KUNSTAKADEMIE HAMBURG

Psychiatrische Erkrankungen

Die Fortbildung soll eine Einführung geben in die drei häufigsten seelischen Erkrankungen und in das Burnout-Syndrom.

Die verschiedenen Formen der depressiven Störungen stellen in allen Ländern westlicher Zivilisation die häufigsten seelischen Störungen dar mit einer Lebenszeitprävalenz von etwa 15 bis 17 %. Das heißt 15 bis 17 % aller Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben an einer Depression. Nur etwa 50 % begeben sich in Behandlung. Die heutigen Behandlungsformen bestehen vor allem in Psychotherapie und medikamentöser Behandlung mit Psychopharmaka. Die Kunsttherapie stellt eine wichtige Ergänzung der Behandlung dar.

Auch für die Angststörungen wird eine Lebenszeitprävalenz von 15 % und mehr angegeben. Die Betroffenen vermeiden meist über Jahre eine zielgerichtete Behandlung und ziehen sich in soziale Nischen zurück. Auch hier vermag die Kunsttherapie neue Möglichkeiten für die Therapie zu eröffnen.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung stellt eine sehr komplexe Störung dar und tritt bei etwa 2 % der erwachsenen Bevölkerung auf. Die Behandlung ist hier sehr anspruchsvoll und erfordert weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen. Oft sind die psychotherapeutische und die medikamentöse Behandlung nicht ausreichend. Eine gezielte Kunsttherapie in Verbindung mit einer kompetenten psychologischen Führung kann hier eine wesentliche Hilfe sein.

Erschöpfungssyndrome (Burnout) gelten heute nicht als seelische Erkrankungen, sondern als Lebenskrisen, die allerdings in seelische Erkrankungen übergehen können. Ihr inzwischen epidemisches Auftreten erfordert ein tiefer gehendes Verständnis sowie eine gezielte Behandlung und Prophylaxe. Kunsttherapie und andere seelische Übungen können hier einen neuen Ansatz im Umgang mit den alltäglichen Anforderungen schaffen.

Alle drei Erkrankungen und die Erschöpfungssyndrome sind auch Symptome einer tiefgehenden Änderung des gegenwärtigen Bewusstseins, das immer mehr an die Grenze seiner vorhandenen Möglichkeiten stößt und Ausschau hält nach neuen Formen des Selbstverständnisses und Lebensstils. 

Die Teilnehmer erhalten im Voraus Skripten zur Vorbereitung auf das Wochenende. Die Arbeit soll möglichst praxisorientiert sein. Daher wäre es schön, wenn die Teilnehmer zu einzelnen Krankheitsbildern Beispiele aus ihrer Praxis mitbringen, die wir dann gemeinsam anschauen können.   


Freitag, 05.06.2016

18:00 – 19:30 Uhr: Depressive Störungen – Symptomatik, Ätiologie, Menschenkunde, Therapie
Vortrag und Gespräch

19:30 – 20:00 Uhr: Pause

20:00 – 21:00  Uhr: Übungen und Gespräch zur Therapie

Samstag, 06.06.2016

09:30 – 11:00 Uhr: Angststörungen – Symptomatik, Ätiologie, Menschenkunde, Therapie
Vortrag und Gespräch

11:00 – 11:30 Uhr: Pause

11:30 – 13:00 Uhr: Übungen und Gespräch zur Therapie

13:00 – 15:00 Uhr: Mittagspause

15:00 – 16:00 Uhr: Übungsstunde der Teilnehmer

16:30 – 18:30 Uhr: Erschöpfungssyndrome (Burnout), Einleitung, Übungen und Gespräch

Sonntag, 07.06.2016

09:30 – 11:00 Uhr: Borderline-Persönlichkeitsstörung – Symptomatik, Ätiologie, Menschenkunde, Therapie
Vortrag und Gespräch

11:00 – 11:30 Uhr: Pause

11:30 – 12:30 Uhr: Übungen und Gespräch zur Therapie

12:30 – 13:00  Uhr: Rückblic

Dozent:
Dr. Wolfgang Rißmann
Facharzt für Psychiatrie

Kunsttherapie: Katja Sommer

Illustrationsdesign

Weiterbildung in Kunsttherapie

Heilpraktiker für Psychotherapie

Kunstakademie Hamburg, Brehmweg 50, 22527 Hamburg, Tel. 040 / 44 80 66 1, Fax. 040 / 40 18 61 40

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